Seit meinem Umstieg auf Ubuntu 8.04 (Hardy Heron) macht das Spielen mit DOSBox auch nicht mehr so recht Spaß. Denn irgendwie lassen sich die Cursortasten nicht richtig ansprechen. Jeder Versuch das Tastenlayout im DOSBox eigenem Keymapper neu zu gestalten bringt keine Besserung. Der Keymapper interpretiert weiterhin die Pfeil-nach-links-Taste mit der Funktion der 'Alt-Gr'-Taste und diese wiederum mit der 'Return'-Taste. An der dem Tastaturlayout von Ubuntu und dem DOS-Treiber für eine deutsche Tastatur innerhalb von DOSBox liegt es auch nicht. Einzige Abhilfe, damit es nicht langweilig wird, schafft die Installation von DOS-EMU, auch wenn dieser Emulator durch das Fehlen einiger Features bei den Spielen nicht so rockt wie DOSBox. Ein solches Verhalten hat aber bisher auch noch niemand in einem Forum geschildert.
Damit man aber dennoch seine DOS-Programme benutzen kann, hier mal eine kleine Anleitung wie beide Emulatoren auf die selben Daten zugreifen können. In meinem Beispiel habe ich sämtliche Ordner, Programme und Daten, auf die ausschließlich beide Emulatoren zugegriffen werden soll, in ein eigenes Verzeichnis mit dem Namen DOS im ~/.dosbox -Verzeichnis gelegt. Dieses wiederum wird sowohl durch das entsprechende editieren der dosbox.conf unter DOSBox als und durch dem im Beispiel angegebenen Link im ~/.dosemu -Verzeichnis direkt in beiden Emulatoren als DOS-Laufwerk C: gemountet.

~$ cd .dosemu/drive_c
~$ cp autoexec.bat config.sys ~/.dosbox/DOS
~$ cd.. && mv drive_c drive_bak
~$ ln -s ~/.dosbox/DOS/ drive_c
Der Beitrag wurde am Montag, 1. Dezember 2008, 05:25 veröffentlicht und wurde unter dem Topic Linux abgelegt. Sie können einen Kommentar hinterlassen.
Eine Reaktion zu 'DOSBox vs. DOS-EMU'

sommteck
Der Grund warum die Bedienung der Cursor-Tasten unter Ubuntu Probleme macht, hat sich geklärt. Wie Qbix vom DOSBox-Projekt am 08. Dezember in den News-Bereich der Projektseite berichtet, handelt es sich da wohl um einen Fehler, der dadurch auftritt, weil man bei Ubuntu etwas im Zusammenhang mit den Scancodes der Eingabegeräte verändert hat (evdev-Treiber von X.org). Für Benutzer mit einem Englischen/Amerikanischen Tastaturlayout soll wohl das Absetzen folgendem Befehls in der Shell Abhilfe verschaffen.:

echo -e "[sdl]\nusescancodes=false\n" >>~/.dosboxrc.

Ich denke, dass ich mir in den nächsten vier Wochen vorerst keinen weiteren Distributionswechsel antun werde.